11. September 2026
Schana Towa umetuka!
„Ein gutes und süßes Jahr“ wünschen sich Jüdinnen und Juden. Es ist Rosch HaSchana, der „Kopf des Jahres“, nämlich Neujahr. Man schreibt das Jahr 5787.
Die Zählung der Jahre im jüdischen Kalender beginnt mit der Erschaffung der ersten Menschen, Adam und Eva. Diese Zählung steht nicht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Alter der Erde, sondern markiert den Beginn einer Tradition. Adam und Eva symbolisieren den Anfang des menschlichen Bewusstseins und der menschlichen Erfahrung.
Obwohl Adam und Eva keine Juden waren und keine Gebote einhielten, wird ihre Erschaffung als Grundlage für das Verständnis der Welt betrachtet. Die Jahreszahl ergibt sich aus der Addition biblischer Zeitangaben.
Das jüdische Neujahr, Rosch Haschana, fällt auf den 1. Tischri, während der Monat Nisan, in dem Pessach gefeiert wird, als erster Monat des biblischen Kalenders angesehen wird. Rosch Haschana ist ein freudiger Feiertag, an dem man sich von Alltagsarbeit zurückzieht und besondere Speisen wie Honigbrot und Granatapfel isst, um ein süßes Jahr zu wünschen.
Der Schofar, ein Widderhorn, spielt eine zentrale Rolle in den Feierlichkeiten und erinnert an die Krönung Gottes als König. Rosch Haschana leitet die zehn Bußtage ein, in denen die Menschen über ihre zwischenmenschlichen Beziehungen nachdenken und Vergebung suchen sollen.
Die Lesung aus der Tora am zweiten Tag von Rosch Haschana thematisiert die Bindung Isaaks und betont die Bedeutung von Gehorsam gegenüber Gottes Geboten, ohne blinden Gehorsam zu fördern.
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